Wer ist der Kainzlbauer?

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Der Kainzl
hof der Familie Mitterer

Der Kainzlhof in Jolling wird als Familienbetrieb in der 4. Generation von unserer Familie bewirtschaftet. Auf dem Hof leben und arbeiten drei Generationen, mit Andreas und Sabine Mitterer als Bauern, den Eltern und zwei Kindern. Andi‘s Bruder Hubert betreibt die Fleisch- Direktvermarktung, den Kartoffelanbau und einen Teil der Jungviehaufzucht als eigenen Betriebszweig. Eine enge Verflechtung besteht zum Staudacherhof der Familie Künzner in Höslwang, der den Großteil der Jungviehaufzucht übernimmt. Letztendlich wird  in allen Bereichen zusammengearbeitet und gegenseitig ausgeholfen.

Der Kainzlhof ist ein Milchviehbetrieb mit gut 30 Milchkühen. Wir wirtschaften nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes. Unsere Milch geht als Demeter-Milch an die Molkerei Berchtesgadener Land in Piding. Die Kälber dürfen in der Regel die ersten 3 Monate bei der Mutter bleiben und laufen in der Herde mit. Seit 2017 füttern wir nur noch Heu und frisches Gras, verzichten also ganz auf Silage und zugekauftes Kraftfutter. Von April bis Ende Oktober dürfen Kühe und Jungvieh auf die Weide.

Wir machen uns viele Gedanken, wie ein gutes Zusammenleben von Tier, Mensch und Natur gelingen kann. Eine zentrale Rolle spielt für uns dabei die Vielfalt auf dem Hof. So haben wir neben  Kühen auch Hühner und Schweine, und alle möglichen Obst- und Gemüsesorten gedeihen rund um das Haus. Nur so können Nährstoff-Kreisläufe innerhalb des Hofes geschlossen bleiben und der anfallende natürliche Dünger sinnvoll verwendet werden. Die Wege bleiben kurz, auch für die eigene Lebensmittelerzeugung, und es muss nichts weggeworfen werden. Deshalb ist uns auch der Gemüseanbau ein großes Anliegen und wir sind froh, dass wir über die Solidarische Landwirtschaft die Möglichkeit haben, dies auf dem Hof zu realisieren.

Kleine, vielfältige Strukturen brauchen viele Hände. Deshalb arbeiten wir mit allen Demeter-Betrieben in der Gegend gut zusammen. Auch auf dem Hof haben wir viele Helfer, ob Praktikanten, WWOOFer, unsere Mieter oder einfach Freunde und Bekannte, die uns z.B. beim Melken unterstützen. Auch hier ist der solidarische Gedanke lebendig, diesen Hof zu erhalten als etwas, an dem sich alle freuen können und wo Landwirtschaft erlebbar ist. Damit sich auch die Natur mit ihren vielen Helfern und guten Geistern um den Hof entfalten kann, bemühen wir uns, Lebensräume und Strukturen zu schaffen und zu erhalten. Wir pflanzen Hecken und Bäume, erweitern unsere Streuobstwiese und bewirtschaften unseren Wald schonend und bunt.

„Kleinbäuerliche, arbeitsintensive und auf Vielfalt ausgerichtete Strukturen sind die Garanten einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung“ (aus: Alexander Schiebel, Das Wunder von Mals)